Recht und Gesetz Webblog

» Bundesjustizministerin: Gegenseitiges Lernen zur Bewältigung der Finanzkrise
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
anlässlich der Eröffnung einer internationalen Konferenz
im Bundesjustizministerium zur Finanz- und Wirtschaftkrise:
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat in Erinnerung gerufen, dass
Finanzmärkte auch von Voraussetzungen leben, die sie nicht
selbst schaffen können. Vor dem Hintergrund der
Finanzmarktkrise lastet hoher Erwartungsdruck auf Recht und
Rechtspolitik.
Es ist Aufgabe des Rechts, das Verursacherprinzip zur Geltung zu
bringen. Wenn dem Steuerzahler zugemutet wird, als Retter
einzuspringen, müssen auch diejenigen in Haftung genommen
werden, die unkontrollierbare Risiken eingegangen sind und
Schäden verursacht haben. In Deutschland gibt es ein gutes
Haftungsrecht für Vorstände und Aufsichtsräte von
Aktiengesellschaften. Wichtig ist, dass bestehende
Haftungsansprüche in der Praxis auch geltend gemacht werden.
Von den Unternehmen erwarte ich, dass sie die Möglichkeiten
des Haftungsrechts ausschöpfen.
Ich möchte mit der Verlängerung der [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin: Mittelstand fördern durch Bilanzerleichterungen
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
begrüßt die Stellungnahme des Europäischen
Parlaments zur Vereinfachung des europäischen
Bilanzrechts:
Im Interesse des deutschen Mittelstandes möchten wir
kleinen Unternehmen die Bilanzierung erleichtern. Der Vorschlag der
Europäischen Kommission zur Änderung der Bilanzrichtlinie
weist den richtigen Weg. Die EU-Mitgliedstaaten sollten die
Möglichkeit bekommen, Kleinstunternehmen vom europäischen
Bilanzrecht auszunehmen. Ein Erfolg auf europäischer Ebene
würde uns in Deutschland ermöglichen, die Bilanzierung
besonders kleiner Gesellschaften zu erleichtern, namentlich bei der
GmbH und der GmbH & Co. KG.
Ich freue mich, dass sich das Europäische Parlament heute
positiv zu dem Vorschlag geäußert hat. Leider gab es bei
einigen Mitgliedstaaten Vorbehalte. Das Parlament hat jetzt
Änderungen vorgeschlagen, die geäußerte
Befürchtungen entkräften. Es geht nicht darum,
Kleinstunternehmen vollständig von der Rechnungslegung zu
befreien. Wir wollen Spielräume für [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin: Sicherungsverwahrung erfordert Fingerspitzengefühl
Zu der heute ergangenen Entscheidung des Bundesgerichtshofes
über die nachträgliche Sicherungsverwahrung für nach
Jugendstrafrecht verurteilte Straftäter erklärt
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Die Sicherungsverwahrung ist als "schärfstes Schwert" das
allerletzte Mittel in Extremfällen. Bei der
Sicherungsverwahrung bewegen wir uns in einem rechtspolitisch
hochsensiblen Bereich. Der unverzichtbare Schutz der Allgemeinheit
vor besonders gefährlichen Straftätern muss mit dem
absoluten Ausnahmecharakter eines Freiheitsentzugs nach voll
verbüßter Strafe zum Ausgleich gebracht werden.
Ich hoffe sehr, dass die heutige Entscheidung von keiner Seite
politisch instrumentalisiert wird, um Ängste zu schüren.
Bei der Sicherungsverwahrung ist Sachlichkeit das Gebot der
Stunde.
Gerade im Jugendstrafrecht, das vom Erziehungsgedanken
geprägt ist, und bei jungen Menschen ist ein
Höchstmaß an rechtsstaatlichem Fingerspitzengefühl
unverzichtbar. Dabei bedürfen besonders die Probleme der [...] [Orginal Artikel lesen]
» Herausragender Tag für Grundrechte und Datenschutz
Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger zu der Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung:
Heute ist ein herausragender Tag für die Grundrechte und
den Datenschutz. Dem einseitigen Stakkato an Sicherheitsgesetzen
der vergangenen Jahre wurde mit dem heutigen Urteil des
Bundesverfassungsgerichts erneut eine Absage erteilt. Das Urteil
reiht sich nahtlos in eine Reihe Aufsehen erregender
Verfassungsgerichtsentscheidungen ein, die seit dem Urteil zum
Großen Lauschangriff 2004 ergangen sind. In dieser Tradition
stehen die Entscheidungen zur Telefonüberwachung, zur
Rasterfahndung, zur Pressefreiheit und zur Online-Durchsuchung.
Diese Rechtsprechung ist zugleich Auftrag für eine
grundrechtsschonende Innenpolitik.
Die heutige Entscheidung strahlt auch auf Europa aus. Das
Bundesverfassungsgericht macht mit seiner Entscheidung deutlich,
dass sich Deutschland für die Freiheitsrechte seiner
Bürgerinnen und Bürger auch in europäischen und
internationalen Zusammenhängen [...] [Orginal Artikel lesen]
» Neuer Präsident des Europäischen Patentamts in München gewählt
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur
Wahl von Benoît Battistelli zum Präsidenten des
Europäischen Patentamts (EPA) in München:
Die heutige Wahl ist ein erfreuliches Zeichen für die
Stabilität des Europäischen Patentamts - gerade, nachdem
auf EU-Ebene bereits wesentliche Fortschritte bei der Schaffung
eines europäischen Patents erzielt werden konnten. Der neue
Amtspräsident und das EPA werden bei der Umsetzung eines
europäischen Patents eine wesentliche Rolle spielen. Dies ist
für Deutschland und den Standort München besonders
wichtig. Aus Deutschland stammt der weitaus größte
Anteil europäischer Patentanmeldungen des EPA. Die heutige
Wahl ist nicht nur ein guter Tag für die enge
deutsch-französische Zusammenarbeit, sondern auch für den
Schutz des geistigen Eigentums in Europa.
Zum Hintergrund: Auf seiner Sondersitzung
am 1. März 2010 hat der Verwaltungsrat der Europäischen
Patentorganisation seinen bisherigen Vorsitzenden, Benoît
Battistelli, zum sechsten Präsidenten des Europäischen [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin zu der SWIFT-Entscheidung des Europäischen Parlamentes
Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger zu der Entscheidung des
Europäischen Parlamentes, dem SWIFT-Interimsabkommen die
Zustimmung zu verweigern:
Die Bürgerinnen und Bürger in Europa haben heute
gewonnen. Das Europäische Parlament stärkt mit seiner
Entscheidung nicht nur den Datenschutz, sondern die Demokratie in
Europa insgesamt.
Das SWIFT-Interimsabkommen enthält erhebliche Lücken
beim Datenschutz und den zugehörigen
Rechtsschutzmöglichkeiten. Diese falsche Weichenstellung wird
heute korrigiert. Das Europäische Parlament misst dem
Datenschutz eine hohe Bedeutung zu. Die heutige Entscheidung des
Europäischen Parlamentes ist eine hohe Messlatte für den
Datenschutz in Europa, auch für die Bundesregierung.
Mit der Entscheidung des Europäischen Parlamentes wird
deutlich, dass das Europäische Parlament seine neue
Stärke verantwortungsvoll nutzt. Der heutige Tag ist ein
Signal, dass sich die Gewichte zwischen nationalen Regierungen,
EU-Kommission und Europäischem Parlament verschoben haben. [...] [Orginal Artikel lesen]
» Justizministerin: Pilotprojekt für europäisches Familienrecht
Die französische Justizministerin Michèle
Alliot-Marie und Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger unterzeichnen heute anlässlich des
deutsch-französischen Ministerrates in Paris das Abkommen zum
deutsch-französischen Wahlgüterstand. Dazu erklärt
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Frankreich und Deutschland starten ein Pilotprojekt für ein
europäisches Familienrecht. Ein zusammenwachsendes Europa
braucht praktikable und klare Lösungen für Ehen, die sich
zu Recht nicht an Staatsgrenzen und Staatsangehörigkeiten
orientieren.
Der neue Wahlgüterstand bietet Eheleuten eine attraktive
Wahlmöglichkeit für die Behandlung ihres Vermögens
in der Ehe. Andere EU-Länder können sich
anschließen. Wenn das neue Instrument erfolgreich ist,
können weitere gemeinsame Schritte folgen. Der
Wahlgüterstand kann zur Initialzündung für
Angleichungen im Familienrecht in einem zusammenwachsenden Europa
werden.
Zum Hintergrund:
Ehen mit Auslandsberührung sind weit verbreitet. Im Jahr 2008
hatte [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin: Erbrechtliche Gleichstellung nichtehelicher Kinder vollenden
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zur geplanten
erbrechtlichen Gleichstellung aller nichtehelichen Kinder, die vor
dem 1. Juli 1949 geboren sind:
Die Gleichstellung ehelicher und nichtehelicher Kinder im
Familienrecht ist weitgehend vollendet. Nichteheliche Kinder in der
Bundesrepublik bekamen bereits 1970 ein gesetzliches Erbrecht. Ein
weiterer Meilenstein auf dem Weg der Gleichstellung war die
Kindschaftsrechtsreform, die ich vor über zehn Jahren auf den
Weg gebracht habe. Die politischen Weichenstellungen sind in der
Gesellschaft angekommen. Heute ist es kein Makel, nicht
verheiratete Eltern zu haben.
Aber: Bis heute gibt es nichteheliche Kinder, die nicht
gesetzliche Erben ihrer Väter werden. Nach wie vor gilt eine
alte Übergangsregelung, die bestimmte nichteheliche Kinder vom
gesetzlichen Erbrecht ausschließt. Das wollen wir
ändern. Nichteheliche Kinder sollen in Zukunft auch dann
erben, wenn sie vor dem 1. Juli 1949 geboren sind.
Zum Hintergrund:
1. Aktuelle Rechtslage Im Erbrecht sind [...] [Orginal Artikel lesen]
» Zypries: Positive Bilanz in der Rechtspolitik
Bundesjustizministerin Zypries zieht eine positive Bilanz der
Arbeit ihres Ministeriums in der 16. Legislaturperiode:
"Was wir in den letzten vier Jahren rechtspolitisch auf die
Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Es ist uns gelungen,
den sozialen Rechtsstaat zu stärken und zu verteidigen. Wir
haben für mehr Sicherheit gesorgt, dabei die Freiheitsrechte
gewahrt und den Opferschutz verbessert. Beim Verbraucherschutz sind
wir gut vorangekommen und haben dafür gesorgt, dass bei
ungleichen Machtverhältnissen der schwächere
Verhandlungspartner geschützt ist. Das Wirtschaftrecht haben
wir in vielen Bereichen modernisiert, damit deutsche Unternehmen
ökonomisch erfolgreich und international wettbewerbsfähig
sein können. Aus der Finanz- und Wirtschaftskrise haben wir
Konsequenzen gezogen, um unverantwortlichem Verhalten künftig
einen Riegel vorzuschieben. Auf geänderte gesellschaftliche
Verhältnisse haben wir mit umfassenden Reformen im
Familienrecht reagiert. Den ehrenamtlich Tätigen haben wir
bessere [...] [Orginal Artikel lesen]
» Justizministerin: Initialzündung für Angleichungen im Familienrecht
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger nach dem
heutigen Kabinettsbeschluss zum deutsch-französischen
Wahlgüterstand:
Weltoffenheit zeigt sich nicht nur in Einstellungen, sondern
auch und gerade in Lebensentwürfen. Mehr als jeder zehnte
Deutsche heiratet heute ausländische Staatsangehörige.
Deutsche Ehepaare ziehen ins Ausland, ausländische Eheleute
wohnen bei uns. Bei allen Ehen mit Auslandsberührung stellt
sich die Frage, welche rechtlichen Regeln gelten sollen. Die
Antworten des Internationalen Privatrechts sind häufig
kompliziert und von Land zu Land unterschiedlich. Ein Europa, das
immer enger zusammenwächst, braucht handhabbare und klare
Lösungen für Ehen, die sich zu Recht nicht an
Staatsgrenzen und Staatsangehörigkeiten halten.
Jetzt bringen wir mit Frankreich einen gemeinsamen
Wahlgüterstand auf den Weg, der für Eheleute eine
attraktive Wahlmöglichkeit bietet. Beim Güterstand geht
es darum, wie sich die Ehe rechtlich auf das Vermögen
auswirkt. Gesetzlicher Normalfall in Deutschland ist [...] [Orginal Artikel lesen]
» Justizministerin: Vormund darf Kind nicht nur aus Akten kennen
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zu
verbessertem Kinderschutz durch beabsichtigte Änderungen im
Vormundschaftsrecht:
Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer
Gesellschaft. Nicht jedes Kind hat das Glück, in der eigenen
Familie Schutz und Fürsorge zu erfahren. Schreckliche
Fälle von Kindesvernachlässigung sind unvergessen.
Änderungen im Vormundschaftsrecht können dazu beitragen,
Missbrauch und Vernachlässigung zu verhindern.
Wird Eltern das Sorgerecht entzogen, übernimmt ein Vormund
die volle Verantwortung für das Kind. In drei von vier
Fällen liegt die Vormundschaft beim Jugendamt als
"Amtsvormund". Wer Verantwortung für Kinder trägt, darf
seine Schützlinge nicht nur aus Akten kennen. Ein direkter
Draht zum Kind und Einblicke in das persönliche Umfeld sind
unverzichtbar, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und
abzuwenden. In der Praxis muss ein Amtsvormund in vielen
Fällen bis zu 120 Kinder gleichzeitig im Blick haben, bei
Kevins Vormund in Bremen waren es mehr als 200. Der
persönliche [...] [Orginal Artikel lesen]
» Erfolgreiches Ausbildungsjahr 2009 im Bundesjustizministerium
Das Bundesministerium der Justiz und sein Geschäftsbereich
können zum Jahresende erneut auf ein erfolgreiches
Ausbildungsjahr zurückblicken. Am 15. Oktober 2009 gab es im
Bundesjustizministerium 18 Auszubildende. Dies sind 7,3 Prozent der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wie in den
Vorjahren übertrifft das Justizministerium damit das Ziel der
Bundesregierung, jährlich eine Ausbildungsquote von 7 Prozent
zu erreichen; die Quote konnte sogar noch gesteigert werden. Dazu
erklärt Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger:
Eine solide Ausbildung ist der wichtigste Grundstein für
eine erfolgreiche Zukunft für junge Menschen in Deutschland.
Ich freue mich, dass das Bundesjustizministerium und sein
Geschäftsbereich hierzu tatkräftig und praktisch durch
eine Ausbildungsquote beitragen, die sich sehen lassen kann. Ich
wünsche allen, die dieses Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen
haben, einen guten Start in den Beruf.
Insgesamt waren im Jahr 2009 146 Auszubildende im
Justizministerium und [...] [Orginal Artikel lesen]
» Neues Erbrecht ab 1. Januar 2010
Ab dem 1. Januar 2010 gilt ein neues Erbrecht. Der Deutsche
Bundestag hat die Reform im Juli 2009 mit den Stimmen aller
Fraktionen mit Ausnahme der Linken verabschiedet. Das Erbrecht
besteht in seiner heutigen Struktur seit über 100 Jahren. Die
Neuregelung reagiert auf geänderte gesellschaftliche
Rahmenbedingungen und Wertvorstellungen. Modernisiert wird vor
allem das Pflichtteilsrecht, also die gesetzliche
Mindestbeteiligung naher Angehöriger am Erbe.
Die wichtigsten Punkte der Reform:
1. Modernisierung der
Pflichtteilsentziehungsgründe
Das Pflichtteilsrecht lässt Abkömmlinge oder Eltern sowie
Ehegatten und Lebenspartner auch dann am Nachlass teilhaben, wenn
sie der Erblasser durch Testament oder Erbvertrag von der
gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen hat. Der Pflichtteil ist
Ausdruck der Familiensolidarität. Er besteht in der
Hälfte des gesetzlichen Erbteils; seine Höhe bleibt durch
die Neuerungen unverändert.
Ein wesentliches Anliegen der Reform ist die Stärkung der
Testierfreiheit des Erblassers, also [...] [Orginal Artikel lesen]
» EGMR-Entscheidung zur Sicherungsverwahrung: Gewissenhafte Auswertung notwendig
Zur Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte (EGMR) zur Sicherungsverwahrung erklärt
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
hat heute ein Urteil über die Verlängerung der
Sicherungsverwahrung von Straftätern verkündet. Der EGMR
beanstandet, dass der deutsche Gesetzgeber die ursprünglich
vorgesehene Höchstfrist von 10 Jahren auch für solche
Straftäter aufgehoben hat, die ihre Tat schon vor dem
Zeitpunkt der Gesetzesänderung begangen hatten. Der EGMR sieht
darin einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot der
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK).
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 5. Februar
2004 (2 BvR 2029/01) die Vereinbarkeit der Aufhebung der
Höchstfrist auch für solche "Altfälle" mit dem
Grundgesetz bestätigt. Da das Urteil des EGMR nach dem
Maßstab der Europäischen Menschenrechtskonvention zu
einem anderen Ergebnis kommt, bedarf seine Begründung einer
ausführlichen Analyse und einer [...] [Orginal Artikel lesen]
» Fortschritt für das internationale Urheberrecht: EU-Mitglieder ratifizieren WIPO-Internetverträge
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben heute
gemeinsam zum Schutz der Kreativen zwei wichtige internationale
Verträge der Weltorganisation für geistiges Eigentum
(World Intellectual Property Organization, WIPO) ratifiziert. Die
Botschafter der Mitgliedstaaten der EU übergaben in einer
feierlichen Stunde in Genf Francis Gurry, dem Generaldirektor der
WIPO, die Ratifikationsurkunden. Dazu erklärt
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Heute ist ein wichtiger Tag für das internationale
Urheberrecht. Mit der Ratifikation der Verträge macht
Deutschland im Schulterschluss mit den anderen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union auch international deutlich, wie wichtig
der Schutz des geistigen Eigentums ist. Gerade das Beispiel Google
Book Settlement zeigt die Bedeutung und den Bedarf nach
internationalen Standards im Urheberrecht. In Deutschland haben wir
die Vorgaben der Verträge schon umgesetzt. Mit dem Ersten
Korb, dem Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der [...] [Orginal Artikel lesen]
» Durchbruch für das Gemeinschaftspatent: Ministerrat einigt sich auf Patentreformen
Der Ministerrat in Brüssel hat heute Kernelemente für
Reformen des europäischen Patentsystems angenommen.Dazu
erklärte Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger:
Heute ist ein guter Tag für Innovationen in Deutschland und
Europa. Für die deutschen Unternehmen wird es künftig ein
zügig erteiltes Patent geben, das in der ganzen EU gilt. Die
EU beweist, dass es trotz unterschiedlicher Interessen gelingt, mit
dem Schutz technischer Erfindungen den Binenmarkt zu stärken.
Ein starkes Patentrecht ist ein Motor für Innovationen.
Deutschland als "Patenteuropameister" wird davon am meisten
profitieren.
Die Eckpunkte der Einigung:
Die Minister billigten heute die Verordnung über das
Gemeinschaftspatent, die jetzt zur weiteren Beratung ins
Europäische Parlament geht. Diese Verordnung soll
ermöglichen, dass Erfindungen mit der Patenterteilung sofort
EU-weiten Rechtsschutz genießen. Der heutige Beschluss der
Minister enthält dazu Kriterien über die Verteilung der
Patentgebühren auf die Mitgliedstaaten und [...] [Orginal Artikel lesen]
» 4. IT-Gipfel: Datenschutz verbessern - Eigenverantwortung stärken
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger diskutiert
heute mit Vertretern aus Internetwirtschaft, Verwaltung, Medien und
Netzgemeinde über das Spannungsverhältnis der
Eigenverantwortung von Nutzern, Selbstregulierung der IT-Wirtschaft
und staatlichen Aufsichtspflichten. Anschließend stellt das
Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) der Bundeskanzlerin und der
Bundesjustizministerin das neue Patentsystem DEPATIS vor. Dazu
erklärt die Bundesjustizministerin:
Die Bundesregierung will die offene Kommunikation im Internet
und die dadurch entstehenden Chancen für die Freiheit jedes
einzelnen fördern und stärken. Dazu wollen wir die
Bürgerrechte schützen und den Datenschutz ausbauen.
Mehr Aufklärung im Sinne von "Selbstdatenschutz" ist der
konsequente Weg, mit den Risiken einer immer offeneren
Kommunikation im Internet umzugehen. Gleichzeitig muss das Internet
vor Überregulierung und Zensur geschützt werden. Nicht
alle Probleme müssen staatlich geregelt werden. Die
Internetwirtschaft muss mehr [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur heute ergangenen Sorgerechtsentscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte:
Mit der Kindschaftsrechtsreform hat die CDU/CSU/FDP-Koalition
1998 nichtverheirateten Eltern erstmals die Möglichkeit
gegeben, das Sorgerecht für ihre Kinder gemeinsam
auszuüben. Diese Weichenstellung war gut und wegweisend. Die
Kindschaftsrechtsreform war seinerzeit eine von vielen
Maßnahmen, um die Situation nichtehelicher Kinder zu
verbessern.
Die Zeit ist in den letzten elf Jahren aber nicht stehen
geblieben. 1998 ging der Gesetzgeber davon aus, dass es dem Kind
mehr schadet als nützt, wenn die gemeinsame Sorge gegen den
Willen der Mutter erzwungen wird. Rollenverteilungen, Familien- und
Lebensformen sind im Wandel. Eine vom Bundesjustizministerium
beauftragte wissenschaftliche Untersuchung, ob die damaligen
Beweggründe des Gesetzgebers auch heute noch Bestand vor der
Wirklichkeit haben, wird leider erst Ende 2010 vorliegen. Die
Studie des Deutschen Jugendinstituts untersucht, wie der Alltag in
nichtehelichen Lebensgemeinschaften mit gemeinsamen Kindern
aussieht. Entscheidend ist, wie sich nichteheliche [...] [Orginal Artikel lesen]
» Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: Ein guter Tag für Fahrgäste
Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen
Personenverkehr e.V. nimmt heute ihre Arbeit in Berlin auf. Sie
löst die Schlichtungsstelle Mobilität beim Verkehrsclub
Deutschland e.V. (VCD) ab. Die neue Schlichtungsstelle ist im
Fahrgastrechtegesetz vorgesehen, das seit dem 29 Juli 2009 in Kraft
ist und Fahrgästen in Deutschland vor allem bei
Verspätungen und Zugausfällen mehr Rechte gibt.
"Ich freue mich, dass wir mit der neuen Schlichtungsstelle eine
Einrichtung haben, bei der Reisende ihre Anliegen
außergerichtlich, schnell, kostenlos und unabhängig
prüfen lassen können. Hiervon profitieren auch die
Verkehrsunternehmen. Die Vermeidung eines Gerichtsverfahrens ist
oft auch für sie die kostengünstigere Lösung und
dient dem Erhalt der Kundenbeziehungen. Ich bedaure es
außerordentlich, dass sich die Fluggesellschaften bislang
nicht bereit gefunden haben, dem Trägerverein der
Schlichtungsstelle beizutreten und sich damit zu verpflichten, an
der Schlichtung teilzunehmen. Ich hoffe sehr, dass sich diese
Haltung [...] [Orginal Artikel lesen]
» Justizministerin: Bilanzielle Rückstellungen werden künftig realitätsnah abgezinst
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat eine
Verordnung über die Ermittlung und Bekanntgabe der Sätze
zur Abzinsung von Rückstellungen in Bilanzen erlassen. Die
Verordnung ist heute im Bundesgesetzblatt verkündet worden und
tritt morgen in Kraft.
"Mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung geben wir der
Deutschen Bundesbank eine verbindliche Grundlage zur Berechnung und
Bekanntmachung einheitlicher Abzinsungszinssätze für
bilanzielle Rückstellungen an die Hand. Die Unternehmen in
Deutschland haben so Rechtssicherheit bei der Anwendung des
modernisierten Bilanzrechts. Die von der Bundesbank zu errechnenden
Zinssätze sind von allen Unternehmen bei der Bilanzierung
ihrer Rückstellungen zu beachten. Die Berechnung der
Rückstellungen kann künftig realitätsgerecht und
für alle Unternehmen auf einheitlicher Grundlage erfolgen. Die
Bundesbank wird die auf zwei Nachkommastellen berechneten
Zinssätze ab Dezember mit verbindlicher Wirkung auf der
Webseite www.bundesbank.de bekannt machen", erklärte [...] [Orginal Artikel lesen]
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